Funkenerosion

Funkenerosion EDM Versuchsaufbau

Die Funkenerosion gehört nach DIN 8580 und DIN 8590 zu den abtragenden Fertigungsverfahren, wobei die dazu gehörenden Begriffe in der VDI-Richtlinie 3402-1 zusammengestellt sind. Als Verfahren des elektrothermischen Abtragens wird die Funkenerosion, genauso wie in der spanenden Verarbeitung unterteilt in das funkenerosive Senken, Schneiden und das Schleifen. Desweiteren erfolgt eine Unterteilung nach der Qualität der erzielten Werkstückrauheit in funkenerosives Schruppen, Schlichten und Polieren, was von den gewählten Arbeitsparametern abhängt.

Die Funkenerosion wird überall dort eingesetzt, wo andere Abtragungsverfahren aufgrund der Bearbeitungsaufgabe nicht verwandt werden können. Die Gründe sind entweder die Eigenschaften des Werkstoffes, insbesondere dessen Härte oder die zu erzielende Kontur, Innenecken oder komplizierte Hinterschneidungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Bearbeitung durch Funkenerosion kaum Prozesskräfte auftreten und somit das Werkstück keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt wird. Für die Fertigung hat dies zur Folge, dass mit der Bearbeitung durch Funkenerosion die gewünschte Maßhaltigkeit ohne manuelle Nachbearbeitung erreicht werden kann. Die Nachbearbeitung beschränkt sich auf die Verbesserung der Oberflächeneigenschaften und z.B. auf manuelles Polieren. Vorwiegend werden Spritzgussformen, Druckgussformen und Schmiedegesenke durch Funkenerosion hergestellt. Somit ist der Werkzeug- und Formenbau der Hauptanwender der Funkenerosion. Nachteilig ist, dass der Zeit- und Energieaufwand hoch ist.


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